Sie befinden sich hier: Aktuelles >>
Beratung - Offener Treff für Menschen mit Behinderung


Peer Unterstützer bieten Beratung auf Augenhöhe an!

Menschen mit Behinderungen beraten andere Menschen mit Behinderungen.
Das ist Beratung auf Augenhöhe!

Nachdem im Sommer 2018 Menschen mit kognitiven Einschränkungen zum sog. Peer Unterstützer (Berater mit ähnlichen Erfahrungen) von der Lebenshilfe Gütersloh in Kooperation mit dem wertkreis Gütersloh ausgebildet wurden, engagieren sich jetzt 6 Personen ehrenamtlich für die Lebenshilfe Gütersloh.

Die ausgebildeten Peer Unterstützer sind Experten in eigener Sache. Sie verstehen Menschen mit Behinderungen sehr gut, da sie gleiche oder ähnliche Lebenserfahrungen gemacht haben. Sie vertreten die Interessen von Menschen mit Behinderungen im Kreis Gütersloh.

Die Peer Unterstützer möchten anderen Menschen mit Behinderungen Mut machen selbstbestimmt ihren eigenen Lebensweg zu gestalten.

Bei dem offenen Treff können sich Betroffene über verschiedene Themen die von den Peer Unterstützern angeregt werden, miteinander austauschen.

Alle Menschen mit Behinderungen sind eingeladen.
Die Teilnahme an dem Treff ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.


Die Termine für den offenen Treff:

•    12. April
•    03. Mai
•    14. Juni
•    05. Juli
•    30. August
•    27. September
•    11. Oktober
•    08. November
•    13. Dezember

Freitags von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr    

Wir treffen uns hier:
Lebenshilfe Gütersloh e.V.
Gruppenraum Offene Hilfen
Marienstraße 12
33332 Gütersloh

Das Behindertentestament - Infoveranstaltung

Was ist ein Behindertentestament?
Wann ist es sinnvoll ein Behindertentestament anfertigen zu lassen?
Worauf ist zu achten?
Was passiert wenn ich es nicht mache?

Über diese und viele weitere Fragen, gibt Herr Dr. Thomas Foerster Rechtsanwalt und Notar (Fachanwalt für Erbrecht) antworten und erläutert an Hand von Beispielen, wie ein Behindertentestament aufgebaut ist.

  
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Termin: Dienstag, den 21.05.2019, von 19:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr
Ort:       Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh e. V., Marienstraße 12, 33332 Gütersloh

Anmeldung bitte unter: 05241 28000 oder per E-Mail an beratung@lebenshilfe-gt.de

Die Einladungsflyer als PDF können Sie hier herunterladen.


Persönliche Zukunftsplanung - Die Methode der Persönlichen Lagebesprechung

Schon mal etwas von der Persönlichen Zukunftsplanung gehört?

Sie kann dabei helfen, sich den eigenen Lebensweg bewusst zu machen und aktiv zu gestalten.

Eine Methode der Persönlichen Zukunftsplanung ist die "Persönliche Lagebesprechung"

Im Video erklären wir, wie es funktioniert.


Lebenshilfe bildet mit wertkreis Gütersloh Peer-Unterstützer aus

„Jetzt geht es für Euch los“, freut sich Lebenshilfe Mitarbeiterin Jacqueline Kawekji mit den neuen Peer-Unterstützern, die mit ihren Zertifikaten für eine erfolgreiche Ausbildung ins neue Jahr starten. „Peer-Unterstützer sind Menschen mit Behinderung, die als Experten in eigener Sache Beratung auf Augenhöhe anbieten“, erklärt Heidi Behr, Mitarbeiterin der Lebenshilfe Gütersloh, das Konzept. „Es geht dabei vor allem darum, sich in die Situation der anderen Person einzufühlen und aufgrund eigener Erfahrungen Mut zu machen, eigene Ziele zu formulieren und zu verfolgen“, so Behr weiter. Bereits seit April 2017 bietet die Lebenshilfe in ihrer Beratungsstelle Peer-Unterstützung an, allerdings fehlte eine passende Ausbildungsmöglichkeit hierfür. Ein eigens von Mitarbeitern der Lebenshilfe entwickeltes Ausbildungs- und Schulungsprogramm wurde nun gemeinsam mit wertkreis Gütersloh umgesetzt. „Hierfür haben wir uns an den Richtlinien des Erwachsenenfortbildungsprogramm für Trainer und Peer-Unterstützter des EU-Projektes TOPSIDE sowie an dem vielfältigen Methodenschatz der Persönlichen Zukunftsplanung orientiert“, erläutert Jacqueline Kawekji, Mitarbeiterin der Lebenshilfe und zertifizierte Expertin und Moderatorin für PZP. Die Ausbildung fand 2018 im Rahmen der arbeitsbegleitenden Angebote von wertkreis Gütersloh statt. Sie wurde von den Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe durchgeführt und vom Sozialdienst von wertkreis Gütersloh unterstützend begleitet. Kursinhalte waren unter anderem eine Kommunikationsschulung, Rollenspiele und eine Einführung in das richtige Führen von Beratungsgesprächen. Teil der insgesamt acht Ausbildungstage war auch eine ganztägige, teambildende Maßnahme im Klettergarten „grenzenlos“ auf dem Kiebitzhof. Die Teilnehmenden der Schulung haben sich für 2019 einiges vorgenommen: Sie wollen die gewonnenen Kenntnisse anwenden und sich gern noch weiterbilden: „Ich will meine Erfahrungen weitergeben – privat, im Verein oder in der Arbeit,“ sagt etwa Peer-Unterstützer Marcel Donnelly. Er ist sich sicher: „Ich kann nach diesem Kurs Menschen helfen.“ Andere sind direkt initiativ geworden: Kursabsolvent Timo Klingebiel hat sich sofort einen Termin bei seiner Standortleitung im wertkreis geben lassen, „um zu besprechen, ob wir in der Werkstatt vielleicht als Unterstützer auch Sprechstunden anbieten können.“ Für Sabine Richter-Finke vom wertkreis-Sozialdienst ist das bereits ein wertvoller Effekt der Ausbildung: „Hier ist in einer intensiven Arbeitsatmosphäre viel vermittelt worden. Das schafft neben Selbstbewusstsein auch Lust auf neue Aufgaben.“


Gelungene Kooperation zwischen Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh und dem Fachbereich Jugend und Bildung der Stadt Gütersloh

Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh hat in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit Bildungsein richtungen in Gütersloh und Werther inklusive Gruppenangebote entwickelt, in denen sich Kinder mit und ohne Behinderung spielerisch mit Themen wie Soziales Lernen, Sprache, Medienkompetenz oder künstlerisches Gestalten auseinandersetzen konnten. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Aktion Mensch. Insgesamt nahmen rund 170 Kinder aus Kindertagesstätten, Grundschulen und dem Offenen Ganztag an den Maßnahmen teil. Ziel des Projektes ist es, das Wissen und die Erfahrungen von Frühförder kräften auch beim Übergang von der Kita in die Schule zu nutzen.
 
Die Leiterin des Bereichs Frühförderung, Stephanie Borghoff, machte sich gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen auf die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern im Kreis Gütersloh und fand im Grundschulverband Werther Langenheide, der Grundschule Blücherschule in Gütersloh und auch im Fachbereich „Jugend und Bildung“ der Stadt Gütersloh interessierte und engagierte Kooperationspartner. Die Lebenshilfe ist zwar vielen Kindertagesstätten durch die Frühförderung einzelner Kinder bekannt, die gemeinsame Entwicklung und Etablierung von inklusiven Gruppenangeboten war jedoch etwas Neues. So entstand eine Kooperation auf Augenhöhe zum Wohle der Kinder.
 
Nach einer Phase des gegenseitigen Kennenlernens nahm das Pilotprojekt Fahrt auf und wurde u. a. in der Tagesstätte für Kinder im Teismannsweg in Gütersloh umgesetzt. In Gruppen von 6 bis 8 Kindern wurde an unterschiedlichen Entwicklungsthemen gearbeitet. Das entdeckende Lernen erfolgte miteinander und voneinander, ohne dass dies von den Kindern so wahrgenommen wurde. Nicht nur für Kinder mit Entwick lungsverzögerungen oder Sprachbarrieren waren die gemeinsamen Stunden bereichernd, sondern für alle Beteiligten. "Jedes Kind kann etwas anders und somit lernen alle voneinander. Je früher das für alle selbstverständlich ist, desto inklusiver wird die Gesellschaft", sagte Stephanie Borghoff. Anschließende Elternbefragungen zum Projekt ergaben, dass sich das Selbstbewusstsein, das Sprachvermögen, die Motorik, aber auch die sozialen Fähigkeiten der Kinder positiv entwickelt haben.

Für die teilnehmenden Kinder bot auch die kleine Gruppe, die immer mit zwei Erwachsenen - einer Erzieherin der Kita und der Projektmitarbeiterin -  besetzt war, eine große Chance. Gerade stillere Kinder oder Kinder, die die deutsche Sprache gerade erst erlernen, profitierten ungemein von der geschützten Situation, hält Bettina Kirchner, Fachberaterin der städtischen Kitas, einen weiteren positiven Effekt fest.
 
Auch das Thema „Transitionsbegleitung“ nahm im Projekt einen großen Stellenwert ein. Als Beispiel für eine Transitionsbegleitung kann der begleitete Übergang vom Kindergarten in die Schule bezeichnet werden. Dabei ist es wichtig, alle Beteiligten in den Blick zu nehmen und am Prozess zu beteiligen, da der Übergang vom Kindergarten in die Schule Veränderungen der Lebensumwelt mit sich bringt, die das Kind bewältigen muss.

Da wir heute wissen, dass alle Übergänge für Kinder durchaus „Krisen“ darstellen können, ist die Partizipation der Kinder an dieser Situation unerlässlich. Gegenseitige Besuche der jeweiligen Institutionen, das gemeinsame besprechen der Bildungsdokumentation mit Eltern und Kindern, das Herstellen von „Übergangsobjekten“ und vieles mehr können ein zukunftsweisender Weg sein. 

Gelungen ist dies der Lebenshilfe gemeinsam mit der Grundschule Blücherschule, die von Kindern aus ganz verschiedenen Herkunftsfamilien besucht wird. Die positive Einstellung der Schulleitung, des Kollegiums und der Offenen Ganztagsschule zum Thema Inklusion ist ausschlaggebend für den Erfolg eines solchen Projektes.
 
Für das Kunstprojekt „Gut ankommen und bleiben“ wurden 6 Erstklässler ausgewählt – manche eher schüchtern und noch ohne Anschluss in der Schule, andere eher laut und extrovertiert. Schnell wuchs die Gruppe zusammen und gestaltete gemeinsam eine Collage des Schulgebäudes, die von plastischen Figuren der beteiligten Kinder eingerahmt wurde. Dass die Kinder neben dem Spaß noch Impulse für den Umgang mit Unsicherheiten in ihrer neuen Rolle als Schulkind bekamen, war Nebensache. Sie freuten sich über ihr gelungenes Werk.
 
Aufgrund der guten fachlichen Zusammenarbeit und der positiven Rückmeldungen von den Eltern planen die Stadt Gütersloh und die Lebenshilfe, das erfolgreiche Projekt auch mit weiteren interessierten Kinderta gesstätten und Grundschulen durchzuführen.

Lesen Sie weitere Nachrichten >>

Facebook Youtube




Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen Ok