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Lebenshilfe-Mitgliederversammlung: Vorstand im Amt bestätigt


Kreisvereinigung setzt sich für umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen ein


Der Vorstand der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh e. V. wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung einstimmig wieder gewählt und für weitere drei Jahre  im Amt bestätigt.  „Wir freuen uns über diesen Vertrauensbeweis und werden uns auch künftig mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung in allen Lebensbereichen willkommen sind“, sagte Mechtild Gräfin von Kerssenbrock,  alte und neue Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe.
Um dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft näher zu kommen, beteiligt sich die Lebenshilfe bereits aktiv an den laufenden Planungen des Kreises Gütersloh und der Städte und Gemeinden in der Region.  „Wir wollen uns besonders im Bereich Freizeit, Sport und Kultur engagieren. Hier sind gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung ganz unkompliziert möglich“, sagte Geschäftsführer Karl Rustige und nannte als Beispiele gemeinsame Karnevalsveranstaltungen, Schützenfeste, Theateraufführungen oder Sportveranstaltungen.  Mittelfristig plane die Lebenshilfe die Eröffnung eines Inklusionsbüros, das Vereine miteinander vernetzen, vielfältige Begegnungen ermöglichen und auf gute Beispiele hinweisen soll.
 
Insgesamt steht die Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh  mit ihren 120 hauptamtlichen und über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf einem wirtschaftlich stabilen Fundament. „Allerdings haben die Sparanstrengungen der öffentlichen Hand auch in unserem Haushalt Spuren hinterlassen und die Zukunftsaussichten sind sicher nicht rosig“, sagte Gräfin von Kerssenbrock den Mitgliedern voraus. Während der Wohnbereich, wo die Kosten über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe refinanziert würden, noch kostendeckend arbeite, sei der Bereich Frühförderung seit längerem defizitär. „Hier suchen wir weiter das Gespräch mit den Verantwortlichen des Kreises Gütersloh, um die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Gerade eine optimale Frühförderung ist enorm wichtig für die Entwicklung der Kinder. Was hier versäumt wird, führt später zu erheblichen Folgekosten.“
 
Die Lebenshilfe unterstützt aktuell ca. 220 Kinder mit interdisziplinärer oder rein heilpädagogischer Frühförderung.
 
Im stationären Wohnen verfügt die Lebenshilfe in den drei Wohnstätten in Harsewinkel über 57 Plätze. Im ambulant unterstützten Wohnen, einem Bereich mit erheblichem Wachstum, werden derzeit im gesamten Kreisgebiet 35 Menschen mit einer Behinderung betreut. „Im stationären Wohnen müssen wir die Weichen so stellen, dass wir künftig auch den besonderen Bedürfnissen der älter werdenden und teilweise dementen Bewohnern gerecht werden können“, sagte Geschäftsführer Rustige.
 
Die Angebote im Bereich „Freizeit, Sport und Reisen“ wurden im vergangenen Geschäftsjahr von knapp 300 Teilnehmern im Alter von 7 bis 65 Jahren genutzt. „Ohne unsere über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten wir unsere vielfältigen Freizeitangebot im ganzen Kreis Gütersloh nicht aufrecht erhalten“, lobte Rustige das ehrenamtliche Engagement der Helfer.
 
Im Bereich „Familie, Jugend und Schule“ organisiert die Lebenshilfe seit dem Schuljahr 2012/ 2013 den Offenen Ganztag für rund 100 Kinder an den beiden Gütersloher Grundschulen Blücherschule und Schule an der Dalke. Zudem leistet sie Randstundenbetreuung und Schulsozialarbeit.
 
„Um unsere Dienstleistungen und Hilfen in vollem Umfang auch weiterhin gewährleisten und die Interessen von Menschen mit geistiger Behinderung gegenüber der Politik noch wirkungsvoller vertreten zu können, benötigen wir neue Mitglieder und engagierte ehren-amtliche Mitarbeiter“, betonte Gräfin von Kerssenbrock. „Dazu wollen wir unsere vielfältigen Leistungen offensiver in die Öffentlichkeit tragen.“
 
Dem alten und neuen Vorstand gehören unter dem Vorsitz von Mechtild Gräfin von Kerssenbrock an: Klaus Hörsting (stellv. Vorsitzender), Andreas Henke (Schriftführer), Evelyn Voßhans (stellv. Schriftführerin), Silke Burmeister, Gerhard Falk, Detlef Fehlhaber, Eckhard Heitlage und Manfred Holtkamp.
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