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Lebenshilfe auf dem Spökenkiekermarkt in Harsewinkel, oder wie lang können 100 Meter werden ?
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Am Sonntag, dem 23.09.2012, fand in Harsewinkel der „Spökenkiekersonntag“ statt.
Neben vielen kleinen Büdchen, einem Handwerker- und Bauernmarkt, wurde ein Mähdrescherziehen veranstaltet. Dabei ging es darum, einen Mähdrescher mit einem Gewicht von 8,7 Tonnen, das sind 8700 KG, eine Strecke von 100 Metern nur mit Muskelkraft zu ziehen.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte Doris Schultes, Mitarbeiterin unseres ambulanten Betreuungsdienstes, diese Presseankündigung gelesen und sofort gemeint, dass dies doch eine tolle Veranstaltung wäre, um mit einigen Betreuten und Mitarbeitern des Dienstes daran teil zu nehmen.

Ohne eine auch nur annähernde Vorstellung davon zu besitzen was es bedeutet einen Mähdrescher von 8,7 Tonnen Gewicht mit nur 6 Personen zu bewegen, fanden sich schnell die Teilnehmer für diesen „Spaß“.

Natürlich musste trainiert werden. Doch hat die Lebenshilfe nun keinen Mähdrescher in der Ecke stehen, so dass das Wohnmobil von Gerhard Birth, Bereichsleiter Wohnen, mit einem Lebendgewicht von 2 Tonnen als Übungsobjekt herhalten musste. Hoffnung auf ein gutes Ergebnis keimte auf, als das Wohnmobil auch nur von einer Person 100 Meter weit gezogen werden konnte. Rein rechnerisch bedeutet das ja: 6 * 2 Tonnen = 12 Tonnen!

Mehr als nur eine wage Ahnung besaß Gerhard Birth, der selbst ziehender Teilnehmer war (wie es dazu kam, bleibt an dieser Stelle unerwähnt), dass es nicht ganz so einfach werden würde. Dennoch zogen die 6 Wagemutigen als Formation die „Lebenshilfedrescher“ los und schickten sich an, den anderen teilnehmenden Gruppen zu zeigen, was eine „Harke“ ist. Angefeuert wurden sie dabei von weiteren Betreuten und Mitarbeitern der Lebenshilfe. Insbesondere Doris Schultes hatte den ganzen Nachmittag so ein schelmisches Lächeln im Gesicht. Wusste sie bereits mehr als die Teilnehmer?

Dann war es endlich soweit. Das Startsignal ertönte und die 6 mühten sich an 2 langen Seilen, das Ungetüm von Mähdrescher in Bewegung zu setzen. Schon beim ersten Ruck schwante den Ziehenden, auf was sich da eingelassen hatten.

Langsam, unendlich langsam setzte sich das metallene Monster in Bewegung.
Schon nach wenigen Metern glühten die Oberschenkel, ein paar Meter weiter waren sie schon nicht mehr zu spüren. Obwohl die Veranstaltung draußen stattfand, hatten die Aktiven das Gefühl, dass nicht genügend Luft zum Einatmen da sei.
Doch die Anfeuerungsrufe der Umstehenden halfen dabei, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren.
Beseelt von einem einzigen Gedanken: „Nur nicht aufgeben“ hörten die Aktiven aus weiter Ferne, wie die letzten 10 Meter runter gezählt wurden.
„0“ Meter! Es war vollbracht. Nach 3 Minuten und 13 Sekunden waren die 100 Meter überwunden.
100 Meter? Gefühlt hatten die Beteiligten einen Marathonlauf in den Beinen und die Arme waren 10 cm länger als zu Beginn.

Geschafft, völlig geschafft, wurde aber schon nach kurzer Zeit an einem Plan der besseren Vorbereitung für den nächsten Wettbewerb getüftelt. Vielleicht sogar eine Frauenmannschaft, allen voran mit Doris Schultes. 

Auch wenn es nicht für eine Platzierung unter den ersten Drei gereicht hat, waren die Lebenshilfedrescher nicht Letzter und zu Recht stolz auf die vollbrachte Leistung. 

Ob wir im nächsten Jahr wieder dabei sind? Schau’n wir mal.

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